Am 3. November durften wir in der Carlo-Mierendorff-Schule hochkarätige Gäste begrüßen: den hessischen Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, und Seine Exzellenz, den ukrainischen Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev.
Der Anlass war ein doppelter: Erstens ist die Carlo seit diesem Jahr die erste Schule in Hessen und Deutschland, an der Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe Ukrainisch als zweite Fremdsprache lernen können. Zweitens spielt Demokratiebildung schon lange eine große, integrierte Rolle für unser Lernen und Zusammenleben, weswegen es leicht war, ein Podium mit Schülerinnen und Schülern zu füllen, die gerne mit dem Minister und dem Botschafter über Werte und Demokratie sprechen wollten.
Hier folgt der Bericht des Schülerzeitungsteams, der G’s:
Am 3.11.2025 wurde die Carlo Mierendorff-Schule von Oleksii Makeiev, dem Botschafter der Ukraine, und Armin Schwarz, dem hessischen Minister für Bildung, Kultur und Chancen besucht. Grund für den Besuch war der Ukrainisch-Unterricht und die demokratische Bildung.
Es fing an mit einer Rede unserer Schulleiterin Frau Schiffer-Brams. Anschließend wurde das Mikrofon an Armin Schwarz weitergegeben und er sprach über den Ukrainisch-Unterricht an der Carlo Mierendorff-Schule. Armin Schwarz sagte, dass Fremdsprachen bereichernd sind und diese Schule die erste in Deutschland ist, an der Schülerinnen und Schüler als zweite Fremdsprache Ukrainisch wählen können. Es wurde außerdem geäußert, dass ein Grund dafür ist, dass Schüler, die aus der Ukraine kommen, bereits die deutsche Sprache erlernen müssen und ihnen so eine Fremdsprache abgenommen wird. Es sollen sich bereits 230.000 Schüler aus der Ukraine und auch viele Lehrkräfte in Deutschland befinden. Armin Schwarz stellte uns eine junge Lehrkraft vor, die eine Urkunde erhalten hat und jetzt auch in Deutschland unterrichten darf. Auch der Botschafter Oleksii Makeiev kam zu Wort.
Nach der ersten Gesprächsrunde ging der Besuch gemeinsam mit der Schulleitung in den Unterricht von Frau Riege. Darauffolgend begann die zweite Gesprächsrunde. Es wurde ein Bild gezeigt aus 2022, bei dem Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof in den Farben der ukrainischen Flagge das Peace-Zeichen bildeten. Eine Schülerin mit ukrainischer Herkunft berichtete, dass dieses Bild ausschlaggebend für ihre Schulauswahl war. Auch der Powi-LK, der sich nach Margot Friedländer benannt hat, erzählte von Erfahrungen mit Akzeptanz und Demokratie an dieser Schule und deutete auf folgenden Spruch hin: „Man kann nicht alle Menschen lieben, aber akzeptieren“. Schüler aus dem Kurs „Demokratie, Digital-Politik und Werte im Netz“ waren auch Teil der Gesprächsrunde.
Zum Schluss äußerte sich der Botschafter Oleksii Makeiev positiv zu offenen Gesprächsrunden und wie die Jugend von heute die Zukunft mitgestaltet. Armin Schwarz wünscht sich, dass der Frieden in der Ukraine in die Zukunft Einzug hält und dankt Frau Schiffer-Brams für den Besuch.



