Die Berufs- und Studienorientierung beginnt an der Carlo mit dem Fach Arbeitslehre in Jahrgangsstufe 7, das bis zur zehnten Klasse Bestandteil des Stundenplans ist. Das Fach wird von den Klassenlehrkräften unterrichtet, die die Kinder gut kennen und mit Ihnen verschiedene Berufsfelder erschließen und üben, wie man sich für ein Praktikum bewirbt. Einen ersten direkten Kontakt mit der Welt der Berufe gibt es im zweiten Halbjahr, wenn alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 am Girls‘ and Boys‘ Day teilnehmen, der in der Regel im April stattfindet.
Der zentrale Punkt der Berufsorientierung in der Jahrgangsstufe 8 ist das erste von bis zu drei Betriebspraktika im ersten Halbjahr. Während des Praktikums besuchen die Klassenlehrkräfte die Schülerinnen und Schüler an ihren Praktikumsplätzen und lernen sie auch in diesem außerschulischen Umfeld kennen. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs sind alle Familien eingeladen, mit der Klassenlehrkraft ein Beratungsgespräch über die weitere Schullaufbahn zu führen. Basis bilden die bisherigen Erfahrungen und eine Prognose, welcher Abschluss ausgehend von den aktuellen Leistungen erreicht werden könnte. diese Prognose nennen wir Abschlusshinweis.
Die Erfahrungen aus dem ersten Betriebspraktikum und dem AL-Unterricht fließen ein in die Wahl des Ortes für das zweite Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9. Abschlusshinweise gibt es diesmal mit dem Halbjahreszeugnis und mit dem Schuljahreszeugnis. Im Februar werden wieder Beratungsgespräche zur Schullaufbahn angeboten. Über das ganze Jahr steht eine Berufsberaterin der Bundesagentur für Arbeit für Gespräche hinschtlich der Berufsorientierung zur Verfügung.
Die Jahrgangsstufe 10 steht für die Schülerinnen und Schüler, die die Schule nicht mit dem (Qualifizierenden) Hauptschulabschluss oder dem Berufsorientierten Abschluss verlassen haben, im Zeichen des Mittleren Abschlusses und der Frage der weiterführenden Schule. Wieder gibt es im Februar Beratungsgespäche zur Schullaufbahn mit den Klassenlehrkräften und das ganze Jahr über sind Gespräche mit der Berufsberaterin möglich. Nur ein kleiner Teil unserer „Zehner“ verlässt die Schule in Richtung Ausbildung. Über zwei Drittel gehen weiter in Richtung Fachhochschulreife („Fachabitur“) oder allgemeine Hochschulreife („Abitur“).
Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern, die wir von Realschulen, anderen IGSen ohne Oberstufe und von Gymnasien aufnehmen, gehen unsere Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 11 in das dritte Betriebspraktikum. Der Schwerpunkt verlagert sich jetzt von den Ausbildungsberufen hin zu den akademischen Berufen. Das Praktikum wird begleitet von den Tutorinnen und Tutoren, die die Schülerinnen in der Regel von der 11. bis zur 13. Klasse begleiten und beraten sowie in einem Leistungsfach unterrichten. Weiterhin bietet unsere Berufsberaterin regelmäßig Gespräche an.
In Jahrgangsstufe 12 setzt sich die Berufsorientierung fort mit der Teilnahme an den Schnuppertagen der Goethe-Universität und den Main Study-Tagen aller Frankfurter Hochschulen. Die Laufbahnberatung bezieht sich jetzt auch auf die Möglichkeit, die Oberstufe mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife zu verlassen.
Im letzten Abschlussjahr dreht sich schon viel um das danach. Was möchte ich nach dem Abi machen? Möchte ich sofort studieren? Was möchte ich studieren? Wo möchte ich studieren? Mach ich lieber eine Ausbildung? … Dies diskutieren die Schülerinnen und Schüler mit Tutorinnen und Tutoren, bei Veranstaltungen mit externen Partnern wie Arbeiterkind e.V., mit ihren Eltern und Erziehungsberechtigten und natürlich mit ihren Freundinnen und Freunden.
